Was ist CIE 1931?

Samuel Nord LICHTTECHNISCHE UNTERSUCHUNGEN

CIE steht für Commission Internationale de L’Eclairage, sie definierte 1931 das XYZ-Normfarbsystem welches heutzutage in der additiven Farbmischung weltweite Bedeutung hat. Die CIE ist als Normausschuss anerkannt.

Abb. 8 Prinzip der additiven Farbmischung 1931

Mit der CIE-Normfarbtafel können Farben ohne Vergleichsmuster direkt mit Messgeräten bestimmt werden. Anders als bei einem Farbatlas, wo die Referenzfarben sich mit der Zeit verändern, können nun zu jederzeit Farben exakt repliziert bzw. gemessen auf den Grundlagen des mathematischen Konstrukts des Farbdiagramm des CIE-System.

Die Normfarbwerte XYZ liefern Information über Farbton, Sättigung und Helligkeit einer Farbe. Da gilt x+y+z=1, kann z aus x & y berechnet werden.

Werden die Normfarbwertanteile x und y für alle Wellenlängen ermittelt entsteht ein nicht geschlossener Spektralfarbenzug:

 

Mit den x- und y-Koordinaten können einzelne Farben präzise beschrieben werden, wobei mit x und y nur der Farbton und die Sättigung angegeben wird. Änderungen der Helligkeit einer Farbe, bedeutet eine Verschiebung der Normfarbtafel auf der z-Achse des Koordinaten-Systems. Jede Farbe besitzt nur einen Farbort in der Normfarbtafel. Beispielsweise etwa in der Mitte der Normtafel wo gilt x = y = z = 0,33, liegt der Weißpunkt (Unbuntpunkt).

Die linke untere Ecke der CIE-Normfarbtafel entspricht dem kurzwelligen Ende des sichtbaren Spektrums mit einer Wellenlänge λ von 380nm, was Blau entspricht.

Der obere Scheitel entspricht einer λ von 520nm= Grün, und die rechte äußere Ecke entspricht dem langwelligen Ende des Spektrums von 780nm= Rot.

Legt man nun ein Dreieck mit den Eckpunkten A, B und C in die Normfarbtafel, können alle Farben die dieses Dreieck einschließt in einer Farbpalette definiert werden und durch additive Mischung der Farben der Eckpunkte jederzeit reproduziert werden. Diesen fest definierten Raum nennt man ein Farbraum(Gamut), Farben außerhalb dieses Raums können nicht erzeugt werden.

Lampenhersteller geben die Lichtfarben ihrer Lampen mit den beiden Koordinaten x und y an.